Abschied von Jack

Vor knapp zwei Jahren habt ihr uns den besten Hund der Welt vermittelt!

Jacko - bei uns etwas verkürzt der JACK - hat es aber jetzt geschafft. Seit Ende Januar 2008 hat er jede tierärztliche Behandlung brav über sich ergehen lasse, bis wir ihn aufgrund einer akuten Niereninsuffizienz am letzten Dienstag auf seine letzte Reise schicken mussten. Ein stationärer Klinikaufenthalt am vorigen Wochenende hat ihm und uns noch einen letzten richtig guten Tag ohne Schmerzen mit viel Liebe geschenkt, bis er zu Hause in unseren Armen einschlafen konnte. Alter Sturkopf, das Diätfutter hat er absolut abgelehnt und sich darauf konzentriert, noch mal ordentlich Leckerchen und Hähnchenfleisch abzustauben!

Nie gab es irgendwelche Probleme, Jack hat sich, obwohl er auch ein unabhängiger Hund war und blieb, sehr wohl gefühlt. Obwohl er andere Hunde eher mit Desinteresse strafte, hat er noch zwei gute Kumpel gehabt, mit denen er sogar Spielallüren entwickelte. Alle lieben seine Freundlichkeit, beim Spaziergang hat er jede Einkaufstüte kontrolliert und vor allem älteren Damen mit seinem lieben, neugierigen Wesen Freude bereitet.

Manchmal schien es, als wäre Essen und Schlafen sein Lebensinhalt, aber dann konnte er auf langen Spaziergängen plötzlich lossprinten oder beim Spielen neue Tricks lernen, als wäre er ein junger Hund ohne Vergangenheit. Seine Bindung zu uns wurde immer intensiver, so dass er sogar die Hand aus Liebe ableckte (und nicht weil man vorher gegessen hatte).Er hat auch seine Panik vor Gewitter und Sylvester fast abgelegt, kam dann einfach ins Bett und hat sich angekuschelt. Jack war immer mit uns zusammen und hat jeden Winkel der Wohnung in Beschlag nehmen dürfen, weil er keine Grenzen brauchte, er hat sich immer gut verhalten und die eine Regel akzeptiert, dass er nur nach Aufforderung aufs Sofa durfte.

Jetzt fehlt er uns so sehr, der Kleine, der sich sofort mit seinem ganzen Wesen in unsere Herzen und die von Familie und Freunden, sogar Nachbarn geschlichen hat. Es gibt nur schöne Erinnerungen an Jack, obwohl er die letzten Wochen wirklich krank war. Aber wir haben immer auf ihn geachtet und aufgepasst, dass er keine Schmerzen hat.

Dafür hat er uns so viel zurückgegeben, dass wir keine Worte finden, für das was uns jetzt fehlt.

 Jack mit seiner Decke auf seinem Ende des Sofas.

Jack schaut aus der Wäsche… beim Schlafen erwischt!

Manchmal war er ein ganz vornehmer Herr.




Traurige Grüße,
Lars Stamm und Britta Kampe