Die Geschichte von Caspar

Caspar war ein trauriger Schäferhund. Sein Herrchen wurde eines Tages verhaftet, und so kam er in unser Tierheim. Er erzählte uns von seinem Leben:

„Mein Zuhause war unter einem Wohnwagen, wo ich in Nässe, Dreck und Kälte ein elendes Leben fristen mußte. Meinem Herrchen, das in dem Wohnwagen lebte, wo es immer warm und trocken war, und wo mit Sicherheit auch noch ein Platz für mich gewesen wäre, bot ich trotz allem eine grenzenlose Zuneigung an, aber er war meines Vertrauens wahrhaftig nicht würdig".

Caspar konnte in ein neues Zuhause vermittelt werden. Wir hatten ihn schon beinahe vergessen, als eines Tages ein Brief mit Foto von ihm eintraf:

„Hallo Leute,

endlich, nach über einem Jahr, habe ich nun etwas Zeit, um Euch ein paar Zeilen zu schreiben. Meine anfänglichen Krankheiten und die Erziehung meines neuen Herrchens haben mich ganz schön geschlaucht. Aber jetzt bin ich soweit, daß ich uns endlich in einer Hunde- und Herrchenschule angemeldet habe. Da mein Herrchen recht gelehrig ist, haben wir Kurs 1 und Kurs 2 mit Auszeichnung bestanden. Ansonsten bin ich recht zufrieden mit meinem neuen Zuhause. Ich habe einen großen Garten zum Spielen, und wenn ich jammere, geht jemand mit mir spazieren.Die restliche Zeit meines Tages liege ich auf der faulen Haut, und das alles nennt man ein rechtes Hundeleben.
Es grüßt Euch Euer Caspar."


Seitenanfang

nächste Seite